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Einmal Mailand und zurück

Meine Highlights der Euroluce

Von neuen Kronleuchtern, Wellenreitern und pilzförmige Leuchten für den Außenbereich

Alle zwei Jahre steht in Mailand die Euroluce an. Nachdem auf der Light + Building in Frankfurt „nur“ noch das technische Licht vorhanden ist, ist ein Besuch in Mailand ein MUSS, um die Neuheiten im dekorativen Bereich zu sehen.

Ein Tag, vier Hallen auf dem Rho-Messegelände, 43 von mir gelistete Hersteller: Da kann die kommende Übersicht nur eine sehr subjektive Auswahl darstellen.

Davide Groppi – Race of Light – Foto KunstLicht Annelie Scherschel

Foscarini mit interessanten Prototypen

Foscarini zeigte den alten Typus Kronleuchter, von verschiedenen Designern neu interpretiert. Es ist ein Spiel mit Farbe und neuen (Lava) und gewohnten Materialien. Alle sehr gelungen, aber auch alle noch Prototypen.

Ingo Maurer spielt wieder mit Technik und Poesie

Großartig ist die Entwicklung von Ingo Mauerer in den letzten beiden Jahren. Nach dem Tod von Ingo Maurer 2019 lief es meiner Meinung nach nicht mehr ganz so rund.
Doch seit im Jahr 2022 Foscarini eine Mehrheitsbeteiligung an Ingo Maurer hat, sprudelt es wieder an kreativen Ideen im Sinne der Lichtpoesie von Ingo Maurer. Carlo Urbinati, dem Gründer von Foscarini und mit Ingo Maurer befreundet, sei für diese großartige Unterstützung gedankt.
Und: Ingo Maurer liefert und bringt die Ideen auch auf den Markt. Noch in diesem Sommer sollen die Neuheiten zum Teil erhältlich sein.
Wasser, Wellen und das Licht einfangen, wer möchte das nicht?
Mit NALUM haben Sie einen ständigen Ausblick auf die Meeresbrandung über dem Esstisch oder dem Konferenztisch. Zwei ineinandergeschobene Glasröhren, die innere mit handgedrückten „Wellen“, eine unsichtbare Lichtquelle, die Licht nach unten auf den Tisch und nach oben ins Glas abgibt, alles individuell auszurichten, ergeben ein außergewöhnliches Lichtobjekt, das ein Zusammenspiel von Technik und Poesie ist. Und wer Ingo Maurer kennt, weiß, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt: Man darf selbst winzige Surfer auf den Wellen platzieren. 
Übrigens: „Nalu“ ist das hawaianische Wort für Welle – aber auch für Nachdenken und Reflexion. „Lum“ ist eine Anspielung auf Licht. 

Ingo Maurer Nalum
Ingo Maurer Nalum – alle Fotos KunstLicht Annelie Scherschel

Eine weitere interessante Leuchte von Ingo Maurer: Jasna Kuchnia. „Helle Küche“ auf polnisch. Es ist ein hinterleuchtetes Tellerbord und es wäre nicht Maurer, wenn es nicht ein kleines Detail gäbe, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Auf einem Teller sieht man ein aufgemaltes, ausgebranntes Streichholz. Zündet man das Licht der Leuchte an, sieht man eine Flamme.

Zauberkäfige bei Catellani & Smith

Donnerwetter! oder auf bergamaskisch: Pòta! So ist der Name der neuen Serie von Catellani & Smith, die damit wieder einen Hinweis auf die Heimat und den Herstellungsort der Leuchten geben.
Catellani & Smith ist eine Leuchtenmanufaktur, die seit 1989 in der norditalienischen Stadt ansässig ist und dort Leuchten herstellt, die einfach besonders und unvergleichlich sind.

Ja, mit Pòta ist Enzo Catellani und seinem Team wieder wirklich eine Überraschung gelungen. Ein Volumen, leicht und voll mit Licht erfüllt. Die Kugeln erinnern an verzauberte Welten, Dachböden mit Schätzen. Die neue LED-Technik wird filigran in Handarbeit eingesetzt. Handarbeit vor Ort in der Lombardei: dafür steht dieses Unternehmen.

Draußen schießen Pilze und Blätter aus den Beeten

Was seit Jahren festzustellen ist: Die Vielfalt der Außenleuchten wächst ständig. In diesem Jahr fielen mir besonders Beetleuchten auf, die blatt- oder pilzförmig das Licht sehr schön nach unten ins Beet verteilen und die man auch sehr gut in Balkonkästen stecken kann. 
Ich habe die Seerosenblätter „Nenuphar“ von VIBIA, „Pantarhei“ bei IL FANALE und „Kinno“ bei LODES aufgenommen. Und wie es aussieht, werden alle bis zum Herbst lieferbar sein.

VIBIA – mit vielen Neuheiten

VIBIA zeigte in diesem Jahr wieder ein Fülle von Neuheiten. Neben den Seerosenblättern für Draußen gefiel mir zum einen die Serie Closer von Ichiro Iwasaki aus Metallgeflecht- für den Innenbereich und für Draußen zum anderen die Serie Duna Leuchten von Cecilie Manz aus Washi-Papier geformt. Die sehr reduzierte Form der Duna-Serie und ihr sanftes Licht lässt sie sehr beruhigend wirken.

Die Lichtstimmung steht für mich auch bei der Closer-Serie von Ichiro Iwasaki im Vordergrund. Wie eine aus Stoff gewebte Skulptur wirkt diese Leuchte – bei genauerem Blick sieht man aber, es ist ein feines Metallgewebe. Dadurch wird die Leuchte unempfindlich für den Außenbereich – aber auch im Innern ist sie dadurch pflegeleichter wie ein Stoffgewebe. Es wird sie in zwei Größen als bewegliche Bodenleuchten für Draußen geben in zwei verschiedenen Größen als Pendelleuchten auch für den Innenbereich.

Fazit

Es war eine Fülle von Ideen, die in Mailand gezeigt wurden. Ich kann hier nur einen Teil davon zeigen. Meine Highlights eben. Die LED-Technik ist inzwischen so ausgefeilt, dass es keinen Unterschied mehr gibt zu Lichtfarbe und Stimmung früherer Halogen-Leuchten. 

Was mich aber wieder fasziniert, ist die kreative Vielfalt der Designer, die es verstehen, uns mit Licht in immer wieder neuen Formen zu begeistern. 

Ob es die vielen Prototypen dann schließlich auch in die Produktion gehen, wird sich zeigen. Ich werde Sie hier auf dem laufenden halten.

Zum Schluss noch ein Film des Herstellers nemo. Nemo hat u.a. die Design-Klassiker von Le Corbusier und Charlotte Perriand im Programm. In diesem Jahr wurde der Showroom in Mailand unter das Moto „A deeper narritive of light“ gestellt. Nemo spielt auch immer gerne an auf seinen Namenvetter aus dem Meer. Auch dort gab es einige Interessante Neuheiten. Davon aber demnächst mehr.

Mit Untitled das Jahr beginnen

Eine Schreibtischleuchte wie geschaffen für diesen Jahresbeginn

Wie heißt es doch so schön bei Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“… 

Ich hoffe, Sie hatten die Gelegenheit diesen Zauber zu spüren. Den Aufbruch mit neuen Ideen und Wünschen – auch wenn er in diesem Jahr ein Aufbruch in ein ganz ungewisses Jahr ist. 

Den Zauber des Neuen zu spüren, das galt bisher auch in jedem Jahr für die Möbel- und Design-Branche, die oftmals furios in das neue Jahr mit der Möbelmesse in Köln startete. Man traf sich, verschaffte sich den Überblick über das, was in diesem Jahr kommen würde und fuhr dann oft ganz beseelt und voll von neuen Ideen wieder nach Hause. 
Nun, seit letztem Jahr gab es keine Messe mehr, bei der man sich austauschen konnte. Die neuen Ideen kommen nun online – aber nicht nur!

nemo, Untitled table spot. Design Bernhard Osann,
Foto: Annelie Scherschel

Langsam trudeln die Neuheiten ein

Auch wenn ich momentan meine Ausstellung nicht für Sie öffnen kann, treffen doch Neuheiten bei mir ein. 
Gleich als erstes im neuen Jahr kam die Schreibtischleuchte „Untitled“ vom italienischen Herstellter nemo. 
Diese „unbenannte“ Leuchte – anscheinend ist es manchmal doch schwierig Leuchten einen Namen zu geben –  gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mit linearem Reflektor für ein bandförmiges Licht oder mit zylinderförmigen Spot-Reflektor. 
Mit 550lm gibt sie entweder in 2700K oder in 3000K ihr Licht gezielt auf den Schreibplatz ab. Der Schalter und Dimmer verschwindet formschön im dreh- und schwenkbaren Leuchtenarm. 

Bernhard Osann, der für diese Leuchte auch mit dem „Best of Design Plus by German Design Council“ ausgezeichnet wurde, hat neben der Tischleuchte auch eine Leseleuchte entwickelt. Ein goldfarbener Kopf kontrastiert wunderbar zur schwarzen Leuchte und gibt ihr den besonderen Touch. 

Ideal für kleine Arbeitsplätze im Home-Office

Diese Leuchte kann auch als Wandleuchte genutzt werden und nimmt daher auf kleinen, an der Wand stehenden, Schreibtischen keinen Platz weg: Ideal fürs Home-Office. 
Apropos Home-Office: Es deutet sich ja an, dass wir nun fast alle dorthin zurück müssen. Haben Sie inzwischen ein gutes Licht auf Ihrem Arbeitsplatz?  

Impressionen der neuen Leuchte von nemo in einem Spot, der zeigt, wie funktional diese Leuchte ist und zurecht mit einem Design-Preis ausgezeichnet wurde. 

Weiter für Sie da in diesem noch unbeschriebenen Jahr! 

Ich darf Sie weiterhin beliefern und ich darf Sie auch beraten und für Sie planen. Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich (06821 149626) an und wir besprechen alles weitere. 
Ich wünsche Ihnen in diesem noch so frischen und unbeschriebenen Jahr – zu der die „Untitled“ Leuchte ja ganz gut passt – alles Gute und vor allem: Bleiben Sie gesund! 

Arbeiten Sie mit gutem Licht im Homeoffice?

Die Auswahl ist groß an Schreitischleuchten – hier meine Favoriten

Jetzt sind viele von uns schon mindestens eine Woche im Homeoffice. Die Tische wurden umgestellt, das Provisorium auf das Minimum reduziert. Denn Hand aufs Herz, wer von uns hatte einen Arbeitsbereich eingerichtet, der fürs „ganztags von Zuhause-Arbeiten“ taugt?

Auch ich habe noch nicht meinen perfekten Standort vom Schreibtisch gefunden. Denn, was ich bisher nicht beachtet hatte: Tagsüber scheint die Sonne auf den Bildschirm. Aber bei diesem herrlichen Sonnenschein die Rollläden schließen? Also, dann eher den Tisch verstellen.

Und wenn der Schreibplatz dann richtig ausgelotet ist, wie sieht es mit dem Licht aus? Bei dem Sonnenschein zur Zeit wird künstliches Licht nicht benötigt, wenn man wie ich am Fenster sitzt. Aber spätestens wenn dicke Wolken vorziehen und am Abend, da fehlt es auch mir.

Roxxane Leggera von nimbus
Foto: Annelie Scherschel

Für alle, die einen flexiblen Arbeitsplatz haben oder ihn immer wieder abräumen müssen, weil er als Esstisch genutzt wird, empfehle ich eine Akku-Leuchte.
Ideal und mit sehr gutem Licht ausgestattet ist die Roxxane Leggera von nimbus. Mit voller Lichtleistung – und die braucht man nicht immer – kann ich über vier Stunden lang die kleinsten Zahlenkolonnen in meiner Buchhaltung erkennen. Allerdings für Mini-Arbeitsplätze ist sie nicht ganz so geeignet, da die Leuchte einen relativ großen, aber flachen Fuß hat. Die Ausleuchtung ist bei großen Schreibtischen sehr gut.

John von Tobias Grau
Foto: Annelie Scherschel

Von Tobias Grau gibt es dann eine fast klassische Leuchte mit einem weit ausreichenden Arm: John. Gutes, verstellbares Licht, dimmbar mit einer guten Handhabung rechts oder links am Kopf in der Stärke von 785lm und 2700K. Aber auch hier – der Schreibtisch sollte – wegen der Reichweite der Leuchte – nicht ganz klein sein.

Air von lfz
Foto: Annelie Scherschel

Für alle, die fast nur mit dem Laptop arbeiten, nicht viel Papier rechts und links verteilt haben, eignet sich auch die wunderbar wohnliche Leuchte Air von lzf. Aus imprägniertem Holzspan in verschiedenen Farben erhältlich, gibt sie wunderbares Licht nach unten ab. Ein absoluter Hingucker für alle Arbeitsplätze im Wohnbereich.

Bird von nemo
Foto: Hersteller

Eine außergewöhnliche und feingliedrige Leuchte ist Bird von dem Hersteller nemo. Sie wird frei auf den Rand des Schreibtischs platziert und pendelt sich aus. Das Licht kommt aus dem schmalen Band und kann nach unten oder aber auch nach oben gerichtet werden. Die Leuchte hat zudem noch eine Gestensteuerung. Mit 715lm in der Lichtfarbe 2700K dürfte jeder Schreibtisch erhellt werden.

Genoveva von GIO
Foto: Hersteller

Für kleine Schreibtische ideal ist die Leuchte Genoveva oder Gemini von GIO. Die Schlange mit ihrem flexiblen Körper kann man sich gut dorthin biegen, wo man das Licht benötigt. Der Fuß ist der Trafo und damit schwer und klein und nimmt wenig Platz weg. Übrigens auch eine sehr schöne Leuchte am Bett.

Foscarini hat die Leuchte Magneto, die auch klein und grazil daher kommt. Über einen Magneten kann man den Kopf in der Höhe verstellen. Bei einer Lichtfarbe von 2700K gibt sie 485lm sehr konzentriert ab. Die die neuen farbigen Varianten geben einen frischen Wind in die graue Welt von Ordnern.

Buchleseleuchte von O.W Himmel und KunstLicht Annelie Scherschel
Foto: Annelie Scherschel

Wer etwas nicht ganz so „technisch“ anmutendes möchte und noch dazu ein Unikat erwerben will, der kann sich für die Buchleseleuchte entscheiden, die ich zusammen mit Markus Himmel entwickelt habe.

DNA von next
Foto: Constantin Wortmann, Büro für Form

Und zum Schluss noch ein Vorschlag für die, die einen großen Schreibtisch haben, die nur schönes darauf arbeiten und nicht unbedingt Pläne darauf ausbreiten und lesen müssen und die eine echtes Statement auf diesem Schreibtisch wollen: Die sollten sich für die DNA von next entscheiden. In Kupfer, schwarz oder weiß mit opalen Globe-Leuchtmitteln. Diese Lichtskulptur wird jeden, der den Raum betritt, beeindrucken.

DNA von next
Foto: Constantin Wortmann, Büro für Form

Sie können sich vorstellen, dass war nur eine kleine und sehr persönliche Auswahl an Möglichkeiten für den Arbeitsplatz. Wenn Ihr Wunschlicht noch nicht darunter war, dann kontaktieren Sie mich. Ich bin sicher, wir werden auch für Sie das richtige finden.

Und jetzt wünsche ich Ihnen weiter ein gutes Arbeiten und vor allem: Bleiben Sie gesund.

Wie beleuchte ich einen Wohnraum?

Heute mal ein paar Gedanken zur Beleuchtung des Wohnbereichs.
Sie sind glücklicher Besitzer eines wunderbar großen Wohnraums – haben also einfach Platz. Traumhaft!
Doch diese Größe macht auch manchmal Probleme. Man will die Weite des Raums erleben, aber man möchte sich auch nicht darin verloren fühlen. Es soll schon noch etwas „kuschelig“ sein.
Wie erreicht man dies? Schaffen Sie Inseln! Und unterstreichen Sie diese mit dem richtigen Licht.

Metalarte, Lewitt Stehleuchte Foto: Metalarte

Ergänzen Sie die Sitzgruppe mit großvolumigen Leuchten, die aber nicht unbedingt voluminös daher kommen müssen. Das Licht dieser Leuchten ist im besten Fall unterschiedlich schaltbar, so dass man einmal ein indirektes Licht, ein anderes Mal mehr Raumlicht  hat.

nemo, Spigolo Foto: nemo

Foscarini, Tuareg Foto: Foscarini

Neben der Sitzgruppe gibt es dann sicherlich noch die Möglichkeit in einem Bereich – vielleicht vor der Fensterfront – eine Bodenleuchte zu platzieren.

Kundalini, Atomium Foto: Kundalini

So haben wir schon zwei in der Wirkung vollständig unterschiedliche Lichter im Raum.

Ist ein Sideboard vorhanden? Darauf dann eine schöne Tischleuchte – eventuell als kleine Skulptur.

Foscarini , Soffio Foto: Foscarini

Und falls Sie an einer Wand ein großes Bild hängen haben: Es muss nicht immer eine Beleuchtung über Strahler von der Decke oder einer Bilderschiene sein. Einen besonderen Effekt erreichen Sie auch durch einen vor dem Bild gestellten Bodenstrahler, der ein Streiflicht von unten aufs Bild wirft.

Steht noch ein zusätzlicher Lesesessel im Raum? Dazu würde ich dann eine tragbare Akku-Leseleuchte empfehlen. Zum Beispiel die Roxxane Leggera von nimbus. Denn diese Leuchte können Sie nicht nur an diesem Platz nutzen. Mit ihr haben Sie einen leuchtenden Schatz, der Sie überall hin bekleidet.

nimbus, roxxane leggera 101 Cl Foto: nimbus

Und wenn Sie noch mehr wissen möchte zum richtigen Licht speziell für Ihren Wohnraum: Ich bin für Sie da.

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende,
Annelie Scherschel-Freudenberger

 

Mantelsonntag? Was war das denn noch?

Ja, Sie haben richtig gelesen: Mantelsonntag. So wird in Neunkirchen der letzte Sonntag – in diesem Jahr der 28. Oktober –  im Oktober genannt, an dem in Neunkirchen seit den 70er Jahren die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet sind. Und früher hat man an diesem Sonntag die Gelegenheit genutzt, die Familie mit neuer Winterkleidung und halt auch Mänteln einzudecken.

Nemo, Tischleuchte Panama, auch als Akkuleuchte erhältlich Foto: nemo

Bei den heutigen Temperaturen kann man sich nun kaum vorstellen, dass man in 14 Tagen sich aufmachen soll, um sich Herbst/Wintergarderobe zu kaufen. Und ich glaube, das heute dies heute sowieso an anderen Tagen geschieht.

Doch dieser Tag bietet sich natürlich perfekt dazu an, sich um neues, schöneres Licht für die eigenen vier Wände zu kümmern. Sozusagen sich einen Wintermantel aus Licht für die dunkle Jahreszeit aussuchen. Denn an diesem Abend wird es wieder früh dunkel sein, da wir wieder Winterzeit haben.

Ich werde Sie bei Kaffee und Kuchen erwarten und Ihnen gern die neusten Trends fürs „Winterlicht“ zeigen. Und falls Sie es nicht zu mir schaffen: Hier können Sie sich auch Ihr Beratungspaket aussuchen.

Neuheiten im Fokus

Neues und alt bewährte steht im Fokus. Licht, das so flexible ist, dass wir es fast überall mit hinnehmen können: Die neue Leuchte BLOW ME UP von Ingo Mauer (Design Theo Möller) .

Blow me up von Ingo Maurer und Mja von Lumen Center Italia Foto: Annelie Scherschel

Ein Schlauch wird aufgeblasen und dann kann er einfach an die Wand gelehnt werden oder per Magnet an leichten, höhenverstellbaren Seilen über Tisch oder Schreibtisch aufgehängt werden. In der Leuchte ist ein LED-Streifen für das starke Licht

Blow me up von Ingo Maurer, Foto: Annelie Scherschel

verantwortlich. Perfekt für alle, die zum einen eine außergewöhnliche Leuchte suchen und die mobil bleiben wollen. Und zudem macht der Preis der Leuchte auch noch Spaß: ab 230 Euro zu haben.
Und demnächst gibt es die Leuchte nicht nur in zwei Längen 120cm und 180cm sondern auch noch in blau, lila und grün.

Und da wir gerade bei Arbeitslicht sind: die Schreibtischleuchte LEO von nemo ist gut für richtige Arbeitstische. Verstellbar ganz sie auch große Arbeitstische gut ausleuchten. Und mit einer E27-Fassung ist man offen für alle Leuchtmittel.

Leo von nemo Foto: Annelie Scherschel

Eine Designer-Rarität in klassischem Bauhaus-Design ist die kleine Leuchte Mja von Jacques Adnet im Programm von Lumen Center Italia.

Kabellos: Licht für unterwegs…

Nun komme ich endlich zu den neuen kabellosen Leuchten. Obwohl die kabellose Roxxane Leggera von Nimbus hatte ich ja schon im letzten Jahr vorgestellt.
Doch inzwischen gibt es einige kleine Tischleuchten, die nicht nur funktionell sind, sondern auch hübsch anzusehen sind. Was mir jetzt Roxxane Leggera bitte verzeiht, auch diese Leuchte ist eine Schönheit, doch eine eigensinnige, markante.

Panama Mini von nemo lighting Foto: nemo

Da ist zum einen die Tischleuchte Panama Mini von nemo lighting. Mit 30cm Höhe, einem Schirm von 20cm Durchmesser gehört sie jetzt nicht zu den ganz kleinen. In weiß und schwarz ist sie zu haben und sie gibt ihr Licht von 500lm und einem warmen Farbton von 2700K blendfrei nach unten ab. Sieben Stunden leuchtet sie, nachdem man sie gute drei Stunden aufgeladen hat. Das schlichte Design passt sich ganz vielen Einrichtungsstilen an.

Panama Mini von nemo lighting hier die Variante in schwarz mit Kabel Foto: nemo

Die zweite, die ich vorstellen möchte, ist dann schon etwas „mondäner“, je nach Farbe des Fußes. Valentina von Studio Italia Design gibt es in fünf Fußfarben: weiß, schwarz, Chrom, Gold und Rosé Gold, alle mit einem wunderbaren Glanz ausgestattet.

Valentina in Rosé Gold von Studio Italia Design Foto: Studio Italia Design

Der Schirm ist bei allen kristallklar. Mit 27 cm ist sie etwas niedriger wie die Panama und mit nur 13 cm Durchmesser auch schlanker. Licht von 450lm fällt durch den Schirm gleichmäßig in den Raum. Und sie bietet die Möglichkeit das Licht stufenlos zu dimmen oder aber in drei Stufen von 3300K über 2950K bis zu 2600K zu schalten.

Valentina von Studio Italia Design, Farbvarianten Foto: Studio Italia Design

Mit beiden Leuchten hat man ein Licht, dass einem überall dorthin begleitet, wo man Licht haben möchte, allerdings keine Steckdose vorhanden ist.
So kann man Raumwinkel neu entdecken und in Szene setzen, die man die ganze Zeit etwas stiefmütterlich behandelt hat.
Eine Chance für ein kleines, neues Arrangement im Raum und der Lieblingsplatz wird endlich ins rechte Licht gerückt.

Valentina in Chrome von Studio Italia Design, Foto: Studio Italia Design

Marmor, Holz, Hygge?

Noch bis morgen ist sie für den Endverbraucher geöffnet: die IMM 2018 in Köln. Ich bin durch die Hallen gestreift auf der Suche nach neuen Ideen, Farben, Materialien.

Ingo Maurer BULB war auch zu sehen Foto: Annelie Scherschel

Viel Marmor ist zu sehen:  Ob Couchtisch, Esstisch oder ganze Wand Marmor ist in allen Farben und Maserungen zu finden. Und Hölzer aller Arten – von hell bis dunkel, auch gerne kombiniert.

Carl Hansen in der Design Post Foto: Annelie Scherschel

 

Tisch bei porada Foto: Annelie Scherschel

Dazu gesellt sich dann gerne als Kontrast dünnes Metall in Messing, Kupfer, schwarz als Tisch oder Regal. Die Esstische werden wieder rund mit enormen Durchmessern und ich habe Couchtische gesehen, da habe ich überlegt, wie kommt man da in die Mitte, um dort den Staub wegzuwischen, solche Dimensionen hatten diese.

cor/ interlübke Foto: Annelie Scherschel

Die Farben liegen durchweg im dunklen Spektrum: dunkles blau, türkis kombiniert mit orange, Senftönen. Glanzpunkte erhalten die Arrangements durch Metallacessoires in Messing und Kupfer.

Leuchten von Estiluz bei Freifrau Foto: Annelie Scherschel

gesehen bei Kettnaker Foto: Annelie Scherschel

Und beim Licht? Die opale Glaskugel ist in allen möglichen Konfigurationen zu sehen. Und natürlich das LED-Filament-Leuchtmittel. Pur oder umhüllt von farbigem, klarem Glas. Und die Klassiker z.B. von nemo lighting sind fast überall zu finden.

Stehleuchte Parliament von nemo lighting Foto: Annelie Scherschel

Das ganze machte auf mich den Eindruck von „Höhlen“ belebt mit Klassikern und klaren Linien; Rückzugsorte vom Alltag, in denen man sich seine eigene Welt zusammenstellt und in sie eintaucht.

Ein klarer Trend ist aber weiterhin feststellbar: Das Grün dringt immer weiter vor in unsere vier Wände…. manches mutet eher nach Urwald, als nach Wohnraum.

Hängende Gärten bei conmoto Foto: Annelie Scherschel

Und beim Namen eines Standes musste ich dann doch lächeln:

 

Auf ein gutes Neues!

Nach den hektischen Wochen dieses Jahres, in dem hier viel Neues entstanden ist und in dem viel neues Licht den Weg zu mir fand, ist ein kurzes Innehalten angesagt.

Wohin hat uns die LED-Revolution geführt? Wir sind ein Stück weiter. Es wird gefälliger, das Licht; die Handhabung wird etwas einfacher. Doch die Zeit der Kinderkrankheiten liegt noch nicht hinter uns.

Und doch haben mich in diesem Jahr Leuchten mit LED-Technik mal wieder begeistert.
Zwei von dem italienischen Hersteller nemo sind darunter: Die Kepler- Pendelleuchte und die Tischleuchte Spigolo.

nemo lighting, Kepler Pendelleuchte Foto: nemo

Die Kepler macht ihrem Namensgeber alle Ehre, so wie sie gleich einer Sternenbahn im Raum schwebt. Sie gibt es in einer Version mit indirektem Licht und in einer mit direktem Lichtanteil nach unten.

Und ganz wunderbar finde ich auch die kleine Tischleuchte Spigolo. Eine geometrische, schlichte Form, raumbildend mit Licht, das sich direkt/indirekt verstellen lässt.

nemo lighting, Spigolo Tischleuchte Foto: nemo

Ja, und die Entdeckung der Außenleuchten von Contardi in diesem Jahr hat auch sehr viel Freude gemacht. Mit diesen ungewöhnlichen Lösungen kann der nächste Sommer kommen!

Akku-Leuchte von Contardi Foto: Annelie Scherschel

Und vom „Licht-Papst“ Ingo Maurer gab es auch einiges, was für mich wieder „typisch Maurer“ ist: die Leuchte Blow me up – Einfach mal reinschauen.

https://vimeo.com/227740172

Ist es nicht genial?

Mit diesem Highlight für mich wünsche ich allen fürs kommende Jahr: Viele gute Ideen, viel Muse, diese umzusetzen und haben Sie immer ein schönes Licht um sich!

Ich bin ab dem 3. Januar wieder für Sie da.