Mailand hat als “Centro Luce” Frankfurt in Punkto Lichtdesign den Rang abgelaufen. Dies hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt. Auch wenn es keine “Euroluce” im Messegelände in Mailand gab: Die Showrooms in der Stadt waren voll von neuen Idee rund ums Licht.
Dass Mailand auch nicht nur “Hochglanz- Geschäfte“ hat, zeigt das obige Foto – aufgenommen im Brera-Viertel – dem Design-Viertel in der Innenstadt während des Salone del Mobile.
Ingo Maurer hat 1984 mit dem YaYaHo-Seilsystem die Lichtplanung im privaten Bereich aus meiner Sicht revolutioniert. Mit seinen zarten, poetischen Elementen, den breiter gespannten Seilen hat es nichts von einer “Wäscheleine mit Licht dran”, wie die anderen Seilsysteme oft genannt wurden. Mit seiner zeitlosen Eleganz wird es auch bis heute hergestellt.
Das Ingo Maurer Team um Axel Schmid hat nun das System modernisiert und LED tauglich gemacht.
Die 12 V sind geblieben. Das Licht warm, die Elemente weiterhin filigran, poetisch. Japanpapier, das in vielen anderen Entwürfen von Ingo Maurer zu finden ist, ist auch hier ein zentrales Element. Die dünnen Glasröhren mit LED-Fäden im Innern geben ein warmes Licht – nicht vergleichbar mit vielen grellen Lichtelementen bei andern Herstellern.
Noch sind es Prototypen. Ich hoffe, dass das Team von Ingo Maurer das System schnell marktreif entwickelt.
Hier noch einige Fotos in Ergänzung meines letzten Newsletters. Vor dem Showroom hatte Lodes eine Terrasse aufgebaut mit der Präsentation der neuen Außenleuchten.
Innen ist mir besonders der neue moderne Kronleuchter AXIA aufgefallen.
Das war ein kleiner Einblick in die Neuheiten von Mailand. Ich wünsche Ihnen ein entspanntes, langes Wochenende. Genießen Sie es in Ihrem Garten oder sonstwo in der Natur. Zum Thema Entspannung, Harmonie und Natur fand ich übrigens im “Orto Botanico” in Mailand eine schöne Lichtinstallation: “Armonia è qui” – “Harmonie ist hier”.
Von neuen Kronleuchtern, Wellenreitern und pilzförmige Leuchten für den Außenbereich
Alle zwei Jahre steht in Mailand die Euroluce an. Nachdem auf der Light + Building in Frankfurt „nur“ noch das technische Licht vorhanden ist, ist ein Besuch in Mailand ein MUSS, um die Neuheiten im dekorativen Bereich zu sehen.
Ein Tag, vier Hallen auf dem Rho-Messegelände, 43 von mir gelistete Hersteller: Da kann die kommende Übersicht nur eine sehr subjektive Auswahl darstellen.
Foscarini zeigte den alten Typus Kronleuchter, von verschiedenen Designern neu interpretiert. Es ist ein Spiel mit Farbe und neuen (Lava) und gewohnten Materialien. Alle sehr gelungen, aber auch alle noch Prototypen.
Großartig ist die Entwicklung von Ingo Mauerer in den letzten beiden Jahren. Nach dem Tod von Ingo Maurer 2019 lief es meiner Meinung nach nicht mehr ganz so rund. Doch seit im Jahr 2022 Foscarini eine Mehrheitsbeteiligung an Ingo Maurer hat, sprudelt es wieder an kreativen Ideen im Sinne der Lichtpoesie von Ingo Maurer. Carlo Urbinati, dem Gründer von Foscarini und mit Ingo Maurer befreundet, sei für diese großartige Unterstützung gedankt. Und: Ingo Maurer liefert und bringt die Ideen auch auf den Markt. Noch in diesem Sommer sollen die Neuheiten zum Teil erhältlich sein. Wasser, Wellen und das Licht einfangen, wer möchte das nicht? Mit NALUM haben Sie einen ständigen Ausblick auf die Meeresbrandung über dem Esstisch oder dem Konferenztisch. Zwei ineinandergeschobene Glasröhren, die innere mit handgedrückten „Wellen“, eine unsichtbare Lichtquelle, die Licht nach unten auf den Tisch und nach oben ins Glas abgibt, alles individuell auszurichten, ergeben ein außergewöhnliches Lichtobjekt, das ein Zusammenspiel von Technik und Poesie ist. Und wer Ingo Maurer kennt, weiß, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt: Man darf selbst winzige Surfer auf den Wellen platzieren. Übrigens: „Nalu“ ist das hawaianische Wort für Welle – aber auch für Nachdenken und Reflexion. „Lum“ ist eine Anspielung auf Licht.
Ingo Maurer Nalum
Ingo Maurer Nalum Ingo Maurer Nalum
Ingo Maurer Nalum – alle Fotos KunstLicht Annelie Scherschel
Eine weitere interessante Leuchte von Ingo Maurer: Jasna Kuchnia. „Helle Küche“ auf polnisch. Es ist ein hinterleuchtetes Tellerbord und es wäre nicht Maurer, wenn es nicht ein kleines Detail gäbe, das einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert: Auf einem Teller sieht man ein aufgemaltes, ausgebranntes Streichholz. Zündet man das Licht der Leuchte an, sieht man eine Flamme.
Donnerwetter! oder auf bergamaskisch: Pòta! So ist der Name der neuen Serie von Catellani & Smith, die damit wieder einen Hinweis auf die Heimat und den Herstellungsort der Leuchten geben. Catellani & Smith ist eine Leuchtenmanufaktur, die seit 1989 in der norditalienischen Stadt ansässig ist und dort Leuchten herstellt, die einfach besonders und unvergleichlich sind.
Ja, mit Pòta ist Enzo Catellani und seinem Team wieder wirklich eine Überraschung gelungen. Ein Volumen, leicht und voll mit Licht erfüllt. Die Kugeln erinnern an verzauberte Welten, Dachböden mit Schätzen. Die neue LED-Technik wird filigran in Handarbeit eingesetzt. Handarbeit vor Ort in der Lombardei: dafür steht dieses Unternehmen.
Was seit Jahren festzustellen ist: Die Vielfalt der Außenleuchten wächst ständig. In diesem Jahr fielen mir besonders Beetleuchten auf, die blatt- oder pilzförmig das Licht sehr schön nach unten ins Beet verteilen und die man auch sehr gut in Balkonkästen stecken kann. Ich habe die Seerosenblätter „Nenuphar“ von VIBIA, „Pantarhei“ bei IL FANALE und „Kinno“ bei LODES aufgenommen. Und wie es aussieht, werden alle bis zum Herbst lieferbar sein.
Lodes. Kinno Il Fanale, PantarheiVibia Nenuphar, Alle Fotos: Kunstlicht Annelie Scherschel
VIBIA – mit vielen Neuheiten
VIBIA zeigte in diesem Jahr wieder ein Fülle von Neuheiten. Neben den Seerosenblättern für Draußen gefiel mir zum einen die Serie Closer von Ichiro Iwasaki aus Metallgeflecht- für den Innenbereich und für Draußen zum anderen die Serie Duna Leuchten von Cecilie Manz aus Washi-Papier geformt. Die sehr reduzierte Form der Duna-Serie und ihr sanftes Licht lässt sie sehr beruhigend wirken.
Die Lichtstimmung steht für mich auch bei der Closer-Serie von Ichiro Iwasaki im Vordergrund. Wie eine aus Stoff gewebte Skulptur wirkt diese Leuchte – bei genauerem Blick sieht man aber, es ist ein feines Metallgewebe. Dadurch wird die Leuchte unempfindlich für den Außenbereich – aber auch im Innern ist sie dadurch pflegeleichter wie ein Stoffgewebe. Es wird sie in zwei Größen als bewegliche Bodenleuchten für Draußen geben in zwei verschiedenen Größen als Pendelleuchten auch für den Innenbereich.
Fazit
Es war eine Fülle von Ideen, die in Mailand gezeigt wurden. Ich kann hier nur einen Teil davon zeigen. Meine Highlights eben. Die LED-Technik ist inzwischen so ausgefeilt, dass es keinen Unterschied mehr gibt zu Lichtfarbe und Stimmung früherer Halogen-Leuchten.
Was mich aber wieder fasziniert, ist die kreative Vielfalt der Designer, die es verstehen, uns mit Licht in immer wieder neuen Formen zu begeistern.
Ob es die vielen Prototypen dann schließlich auch in die Produktion gehen, wird sich zeigen. Ich werde Sie hier auf dem laufenden halten.
Zum Schluss noch ein Film des Herstellers nemo. Nemo hat u.a. die Design-Klassiker von Le Corbusier und Charlotte Perriand im Programm. In diesem Jahr wurde der Showroom in Mailand unter das Moto „A deeper narritive of light“ gestellt. Nemo spielt auch immer gerne an auf seinen Namenvetter aus dem Meer. Auch dort gab es einige Interessante Neuheiten. Davon aber demnächst mehr.
Es ist wieder Mantelsonntag! Am 27. Oktober von 13 bis 18 Uhr
Nein, ich habe nicht die Branche gewechselt…. bei mir gibt es weiterhin Licht in vielen unterschiedlichen Formen und für jede Situation im täglichen Leben. Nun ja, damit nähere ich mich der Variationsbreite von Mänteln schon an.
Während der Kauf eines Mantels aber meist eine unkomplizierte Sache ist, fühlt sich mancher etwas ratlos vor den vielen Möglichkeiten, mit Licht einen Raum zu gestalten.
Falls Sie also noch etwas Hilfe benötigen, um auch Ihr Zuhause für die kommende dunkle Jahreszeit in das richtige Licht zu tauchen: Am Sonntag, den 27. Oktober bin ich von 13 bis 18 Uhr für Sie da.
Neuheiten
Einige Neuheiten sind auch angekommen. Wie die wunderbaren Pendelleuchten von Ingo Maurer. Mit „Pic a stic“ hat die Ingo Maurer GmbH einen für mich wieder einen typischen Maurer“ hervorgebracht. Einfach in der Technik – ein Reflektorleuchtmittel, das jeder selbst wechseln kann – aber mit Witz im Design. Und mit der Möglichkeit, seiner Leuchte eine individuelle Form zu geben. Schauen Sie einfach mal rein, und lassen Sie sich inspirieren.
Apropos Mantelsonntag…
Früher hat man an dem einzigen verkaufsoffenen Sonntag, den es im Jahr gab, die Familie ins Auto gepackt, um sie mit warmer Kleidung für den anstehenden Winter einzudecken. Daher nennt man diesen Sonntag auch „Mantelsonntag“.
Zwei außergewöhnliche Pendelleuchten von Ingo Maurer und Lodes
In diesem Jahr sind zwei für mich bemerkenswerte Leuchten auf den Markt gekommen: Beide haben die schwarze Linie als Grundidee – führen sie jedoch ganz unterschiedlich aus.
Die Leuchte Elara der slowenischen Designerin Nica Zupanc erinnert an zwei sich durchdringende Planetenbahnen mit einem lichtgebenden kleinen Stern. Tatsächlich kann das eine Kreiselement in dem anderen um die eigene Achse gedreht werden.
Lodes Elara Foto: LodesLodes Elara Foto: Lodes
Und auch die kleine Kugel, die nach oben und unten Licht in zwei unterschiedlichen Stärken gibt, dreht sich um 360°, so dass einmal lichtstarke 2100lm nach unten und 800lm nach oben abgegeben werden oder umgekehrt. Es gibt sie in zwei Durchmessern: 60cm und 80cm und in den Farben matt schwarz und matt Gold. Elara ist eine zarte und doch raumgreifende Leuchte mit einem direkten und indirekten Licht die „durchsichtiges Volumen“ in jeden Raum bringt.
Lodes Elara Foto: LodesLodes Elara Foto: LodesElara und Volum von Lodes, Tischleuchte Land von Milan Foto: KunstLicht Annelie ScherschelElara von Lodes, Lampe de Marseille von Nemo Foto: KunstLicht Annelie Scherschel
Signature von Ingo Maurer Foto: KunstLicht Annelie Scherschel
Die Pendelleuchte Signature vom Team Ingo Maurer arbeitet ebenfalls mit der schwarzen Linie: einer Linie wie eine Unterschrift.
Und da keine Unterschrift auch des gleichen Namens der anderen gleicht, jede Unterschrift leicht anders ausgebildet ist, so wird es auch kaum zwei hundertprozentig gleiche Varianten der Signature geben.
Wie immer bei den Leuchten von Ingo Maurer ist beim Montieren Kreativität gefragt.
Eine geniale Idee – die Zuleitung wird an einem Grundgerüst in verschiedenen Wickelungen festgeklippt – und eine einfache Technik – mit einem einfach auszutauschenden GU10 LED-Retrofit-Leuchtmittel – wird zusammengenommen zu einem außergewöhnlichen Lichtobjekt: Für mich ein „echter Maurer“.
Jetzt ist es schon wieder Spätsommer und die Tage werden langsam wieder kürzer und kühler. Vielleicht plant der ein oder andere von Ihnen, seinen Garten den neuen Klimaverhältnissen anzupassen und ihn neu zu gestalten. Auch dann bin ich gerne Ihr Partner, wenn es um das richtige Licht geht. Licht, dass an wenigen Stellen Pflanzengruppen hervorhebt, das Insekten schont und das einen niedrigen Energieverbrauch hat. Sie können mich dazu jederzeit ansprechen – nicht nur beim Heimatshoppen am 9. und 10. September.
Geöffnet zum Heimatshoppen ist mein Geschäft am Freitag, 9. September von 10 bis 18 Uhr und am Samstag, 10. September von 10 bis 12 Uhr.
B.BULB von Ingo Maurer – Foto: Annelie Scherschel
Nach dem ich letztens die Musa-Akku-Leuchte von VIBIA vorgestellt habe, heute etwas für alle Liebhaber von Ingo Maurer: Es gibt nun die Design-Ikone BULB als wunderbare kleine Akku-Leuchte B.BULB. Die 20cm hohe Leuchte aus schönem Opalglas ist dimmbar und gibt ein sehr angenehmes, weiches Licht ab.
Volum von Lodes Foto: Annelie Scherschel Detail Aufhängung Volum von Lodes Foto: Annelie ScherschelVolum von Lodes Foto: HerstellerVolum von Lodes Foto: Annelie Scherschel
Eine weitere Neuheit sind die Pendelleuchten Volum von Lodes. Es gibt sie in drei unterschiedlichen Größen. Alle aus glänzendem opalem Glas. Alle mit einer E27 Fassung ausgestattet. Die Besonderheit: Die Halterung der Leuchten ist ebenfalls durchscheinend, so dass kein Metall von ihrer Schönheit ablenkt. Doch, schauen Sie einfach bei mir vorbei und überzeugen Sie sich selbst. Entweder noch in der kommenden Woche oder wieder nach dem 22. August: Ich bin nämlich ein paar Tage in Urlaub.
Ich bin ab Freitag den 23. September wieder mit vielen frischen Ideen für Sie da.
Mit der Leuchte CIMA hat der italienische Hersteller Lodes eine interessante Variante zum Leuchtentyp „Pendelleuchte mit gerichtetem Licht“ sozusagen als Stehleuchten-Ersatz hinzugefügt. In den 70er Jahren hat Achille Castiglioni mit der Parentesi für Flos diesen Typ bekannt gemacht; Ingo Maurer entwickelte ihn dann mit seiner „Hot Achille“ -eine Hommage an Castiglioni – weiter und 2014 hat Konstantin Grcic mit OK für Flos diesen Typ ins LED-Zeitalter geholt.
In diesem Jahr nun bringt Lodes die Leuchte CIMA entwickelt von Marco Dessí. Ein dickes Seil – wie man es von Segelschiffen und Booten kennt – wird in einen an der Decke befestigten Haken eingehängt. Gerade hängt das Seil durch das zylindrische Gewicht, das auch die nicht benötigte Seillänge aufnimmt. Einfach nur einen Knoten ins Seil machen und das Seil in Schleifen in das Gegengewicht hineinlegen.
Lodes, CIMA, Design by Marco Dessí, Foto: Hersteller
An dem Seil kann dann die Leuchte in der Höhe variiert werden. Ein weiteres Gelenk sorgt dafür, dass das Licht seitlich gelenkt werden kann.
Lodes, CIMA, Seil Gold Foto: Annelie Scherschel
Im schwarzen Reflektor-Rohr sitzt eine GU10 Fassung – das LED-Leuchtmittel kann selbst ausgewechselt werden und es sind jederzeit unterschiedliche Abstrahlwinkel oder Lichtstärken möglich. Überhaupt, ist die Leuchte schnell und ohne Werkzeug – sieht man vom Dübeln des Deckenhalters einmal ab – montiert und eingerichtet.
Lodes CIMA, Foto: Hersteller
Lodes CIMA, Foto: Hersteller
Die Leuchte gibt es nur in Schwarz. Beim Seil kann man unter drei Farben wählen: Schwarz mit Gold, Schwarz mit Silber oder neon mit grün.
CIMA ist perfekt für alle Orte, an denen für eine Stehleuchte kein Platz mehr ist, aber man trotzdem ein gutes, gerichtetes Licht will: Neben dem Bett, dem Sofa, einem kleinen Schreibtisch. CIMA kann aber auch die Bildergalerie bereichern.
In der Design Post hat Ingo Maurer während der diesjährigen imm zwei Neuheiten vorgestellt, auf die ich mich jetzt schon freue.
Zum einen hat das Team von Ingo Maurer die „Kult-Leuchte“ BULB aus dem Jahr 1966 nun als kleine Akku-Leuchte weiterentwickelt. Hochwertige Materialien, wie verchromter Aluminiumsockel und dem Leuchtenkopf aus opalem Glas, austauschbarer Akku machen aus dieser kleinen Leuchte ein nachhaltiges Produkt, dass mit seiner „Dim to warm“-Technologie immer das Licht ausstrahlt, was gerade gewünscht wird.
Die 20 cm hohe Leuchte liegt gut in der Hand und ich bin sicher, dass sie überall mit hinwandern wird – nach draußen auf den Balkon, den Garten und wieder zurück. Voraussichtlich soll sie ab Mai lieferbar sein und wird ca. 350 Euro kosten. Und ihr Name? b.bulb – wie auch sonst bei Ingo Maurer.
b.bulb von Ingo Maurer Foto: Ingo Maurer b.bulb und bulb von Ingo Maurer in der Design Post Foto: Annelie Scherschel
Und eine weitere Leuchte hat Ingo Maurer in der Design Post vorgestellt: Die „Tubular“ ein Glasrohr – wie er es schon früher mal bei Leuchten eingesetzt hatte – mit einer Konstruktion aus Lamellen um Lichtpunkte im Innern. Das unbearbeitet Rohr aus Borosilikatglas liegt in einer Kabelschlaufe und kann nach unten oder oben gedreht werden. Die Schlaufe aus rotem Textilkabel setzt einen spielerischen Kontrast zum geradlinigen Rohr und den konstruktiven Lamellen. Die Lamellen gibt es in rot oder weiß und beim Kabel kann man zwischen Rot oder blau wählen.
Lässige & einfach in der Anwendung – eben typisch Maurer
Tubular, Sebastian Hepting & Ingo Marer Team Foto: Ingo Maurer
Und Licht macht die Leuchte natürlich auch. Satte 2700 Lumen in einem Farbton von 3000 K kommen aus dem 125 cm langen Glasrohr. Auch diese Leuchte soll es ab Mai geben. Momentan sind ca. 590 Euro für sie veranschlagt. Für mich ist die Leuchte eine ausgefallene Variante zu allen anderen linienförmigen Pendelleuchten. Entweder für den Schreibtisch oder aber auch überm Esstisch.
Also: Zwei Lichtblicke an dem trüben, regnerischen Wochenende, die uns hoffen lassen, dass es schnell Mai werden wird.
Es gab wenig neues für mich auf der imm. Was mich restlos begeistert hat, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Buschfeld und Ingo Maurer zu sehen in der Design Post.
Buschfeld Design hat vor vielen, vielen Jahren bereits eine Bilderschiene entwickelt, die Licht trägt. Vor einiger Zeit hat man diese Bilderschiene dahin gehend weiter entwickelt, dass sie sich in großen und kleinen Bögen mäandrierend durch den Raum schwingen kann.
Buschfeld und Ingo Maurer in der Design Post – Foto: Annelie Scherschel
Und nun hat man in diese Schiene die Leuchte Lucellino integriert und entstanden ist ein bezauberndes Ensemble von durch die Lüfte streichender Flugbahnen.
Flames is all I see – Leuchter von Buschfeld und Ingo Maurer in der Design Post -Foto: Annelie Scherschel
Ein weiteres wunderbares Projekt der Zusammenarbeit beider Hersteller: Der große Leuchter mit den „Feeling Flames“ von Ingo Maurer: „Flames is all I see“. Und das ist richtig. Gut zu fotografieren ist er nicht, der riesige Leuchter im Eingangsbereich der Design Post. Dazu fällt mir ein Zitat ein: und Träume schlagen so die Augen auf, wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen…. (Hugo von Hoffmannsthal). Danke Buschfeld, Danke Ingo Maurer!
Leuchter Flaes is all I see, Buschfeld und Ingo Maurer in der Design Post – Foto: Annelie Scherschel
What we do counts – was wir tun, zählt: Dieses Statement von Ingo Maurer auf seinen Leuchten aus dem Jahre 2016, zählt in diesem Jahr mehr denn je. Denn um unsere Welt noch einigermaßen retten zu können, sollten wir über jeden Schritt, jedes Tun und die damit einhergehenden Auswirkungen nachdenken und auf Nachhaltigkeit oder gar Sinnlosigkeit überprüfen. Denn seinen wir mal ehrlich, vieles von dem, was wir konsumieren, brauchen wir nicht wirklich.
Ich möchte Ihnen im kommenden Jahr dabei behilflich sein auch in Sachen Licht ein gutes Gewissen haben zu können.
Das heißt meiner Meinung nach nicht, dass alle noch vorhandenen Halogen-Leuchtmittel durch LED-Leuchtmittel ersetzen werden müssen. Überlegen Sie, wie lange die jeweiligen Leuchten im Einsatz sind. Nur wenige Stunden am Tag? Dann sollten Sie zuerst die alte Glühbirne verbrauchen, bis sie kaputt ist und sie nicht vorher durch eine LED-Glühbirne austauschen. Wenn es dann gute alternativen in LED-Technik gibt, dann kann sie ausgetauscht werden.
Bei der Anschaffung von neuen Leuchten sollte man ebenfalls darauf achten, wie lange ist sie immer in Betrieb. Und: wollen Sie zukünftig auch weiterhin selbst die Leuchtmittel austauschen? Es gibt noch Leuchten, die mit der guten „alten“ E27- Fassung ausgestattet sind. Ich mache Ihnen gerne Vorschläge. Auf jeden Fall sollten Sie aber darauf achten, dass auch festverbaute LED-Einheiten von Fachmann oder vom Hersteller ausgetauscht werden können. Alle Leuchten, die ich im Geschäft anbiete, haben austauschbare LED-Lichtquellen.
Womit Sie ebenso in Sachen Licht gutes Tun können: Überlegen Sie sich, wo Sie welches Licht wirklich benötigen. Ich meine damit nicht, dass man im Dunkeln sitzen muss. Doch ich verfolge seit der Entwicklung der LED-Technik die Tendenz an alle erdenklichen und unerdenklichen Orte LED-Lichter anzubringen, mit dem Argument „es kostet ja keine Energie“. Ich denke an die Lichtleisten in Küchen, hinter Wohnzimmerschränken, an Geländern – oft in schrillen Farben oder in Kaltweiß. Wissen Sie, das das alles Sondermüll ist, das Rohstoffe damit verloren gehen? Irgendwann fallen die ersten LED aus und die meisten können auch nicht ausgetauscht werden. Eine Alternative wären schöne, kleine Leuchten die aus sich heraus angenehmes Licht abgeben. Die man auch mal umstellen kann und mit diesem kleinen Handgriff eine komplett andere Raumwirkung erreichen kann. Denn mal Hand aufs Herz: Das einzige, was die Lichtleiste an der Fußleiste in der Küche beleuchtet, ist der Schmutz auf dem Boden. Und will man den wirklich immer sehen?
Und dann möchte ich meinen Herstellern in diesem Jahr auf den Zahn fühlen, wie umweltfreundlich, wie nachhaltig sie produzieren. Wie sie weiterhin garantieren, dass die LED ausgetauscht werden können. Wie langlebig die eingebauten LED plus der Zusatztechnik ist. Ich werde darüber berichten.
Nachhaltiger Werkstoff Glas Guglielmo Vistosi , 1807, Foto: Vistosi
Also: Ich werde Sie auch weiterhin gerne beraten, welches Licht, welche Leuchte für Sie die richtige ist und Sie eine lange Zeit begleiten kann.
Viele meiner Kunden sind heute noch mit der Beleuchtung, die meine Eltern und ich ihnen vor über 30 Jahren, geplant haben, zufrieden. Sicher, das ein oder andere musste auch dort mal erneuert werden und einiges wurde dann schon an die Zeit angepasst. Aber unsere Devise „zeitlos schönes Licht“ zu verkaufen hat sich als richtig bewahrheitet und ist heute sogar Trend.
Und bei uns können Sie Ihre Leuchten zur Reparatur vorbei bringen. Nicht alles lohnt es sich noch zu reparieren, aber das meiste und wir versuchen es auf jeden Fall.
Denn denken Sie bitte daran: Jede LED-Glühbirne, jede LED-Einheit ist Sondermüll! Die alte Glühbirne, auch wenn sie mehr Energie beim „Brennen“ verbraucht hatte, die durfte unbedenklich im Hausmüll entsorgt werden.
What we do counts – auch beim Licht. In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein wunderbares Jahr 2020.
Übrigens: Die Leuchte gibt es leider nicht mehr…. aber alle Ingo Maurer Leuchten sind durch ihr Design ein wunderbares beispiel für zeitloses und damit nachhaltiges Design.
Ingo Maurer mit seiner Leuchte „What we do counts“ Foto: Tom Vack und Team
Es war ein aufregendes Jahr 2019 – hier ein kurze Überblick. Es begann wie jedes Jahr mit der IMM in Köln, Anfang April gab es die Euroluce in Mailand und bei beiden Messen wurde deutlich, dass es ohne LED zukünftig nicht mehr gehen wird.
Liquid Light im Blumenhaus Wein Foto: Annelie Scherschel
Zwischen all den wunderbaren Events rund ums Licht konnte ich in mehreren Ausstellungen in diesem Jahr meine Bilder präsentieren. Und aktuell sind bis zum 6. Januar die Italien-Bilder noch im Parkhotel Völklingen zu sehen. Also, wer sie noch sehen möchte… genießen Sie dort eine kleine Auszeit zum Jahresende mit feinem Essen.
Ausstellung von Gemälden über Venedig und Italien im Parkhotel Völklingen Foto: Annelie Scherschel
Im Spätsommer, nach dem die Baustelle im Langenstrich gut überstanden war, durfte ich weiter künstlerisch tätig werden bei den Bühnenentwürfen für das fantastische Rock-Musical Schwanensee der Tanzwerkstatt Susanne Sprung.
Was mich sehr getroffen hat, war der Tod von Ingo Maurer im Oktober. Es gibt nicht viele Designer, die so poetisch mit dem Licht gearbeitet haben. Mich haben seine Leuchten quasi das ganze Leben lang begleitet. Es wird spannend sein, wie sich das Team von Ingo Maurer nun weiterentwickeln wird.
Und da bin ich dann auch schon fast in der Zukunft angekommen: Alles ist ein Kreislauf. Es wird wieder Januar und auch in diesem Jahr beginnt es wieder mit der Möbelmesse in Köln… bevor dann im März die Light + Building ansteht…. meine Vernissage der neuen Arbeiten im Sali e Tabacchi in Saarbrücken am 15. März…. und und und …
Auch im nächsten Jahr freue ich mich wieder darauf Sie mit neuen Lichtideen versorgen zu können und Ihnen beratend zur Seite stehen zu dürfen. Vielleicht entschließen Sie sich dann doch einmal Ihr Licht zuhause grundlegend zu überdenken und zu erneuern. Schauen Sie doch einfach mal bei meinen Beratungspaketen vorbei oder sprechen Sie mich darauf an.
Ich wünsche Ihnen für 2020 alles Gute, viel Gesundheit und Glück auf dass es ein prickelndes, überschäumendes Jahr wird!
Übrigens: Ich bin im alten Jahr noch am 30. Januar von 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr für Sie da! Sylvester ist dann geschlossen.