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Venedig nun bei mir zu Gast

Seit dieser Woche sind meine Venedig-Bilder wieder zurück und hier bei mir in der Ausstellung zu sehen. Die Verbindung von motivischer Präzision durch Fotos und dem sich Auflösen dieser Detailtreue in abstrahierenden Farbflächen lassen ein ganz eigenes Bild von Venedig entstehen.

Blick in die Ausstellung
Foto: Annelie Scherschel

Die Bilder, die ihren Ursprung in der Ausstellung im Jahre 2016 in der Galerie des Künstlerkreises hatten, wurden bei den weiteren Ausstellungen in Riegelsberg (2017) und in der Stadtbibliothek Neunkirchen (ab Sommer 2017) durch neue Motive ergänzt. Und nun bin ich glücklich, dass Sie wieder hier bei mir gelandet sind.


Bonaparte à Venice, 80x 120 cm, Collage auf Leinwand

Und auch gibt es einige neue, kleinere Collage-Arbeiten von mir.
Also kommen Sie vorbei und machen Sie einen kleinen Urlaub vom Alltag und das Schöne: Bei mir gibt es weder ein Drehkreuz, das sie am uneingeschränkten Eintritt hindert noch müssen Sie bei mir 10 Euro Tageseintritt zahlen. Dies ist ja nun der neuste Plan vom Bürgermeister der Stadt Venedig, um den Tagestouristen den Kampf anzusagen.

San Marco – Collage 38x23cm, gerahmt
Foto: Annelie Scherschel

Apropos: Mundgeblasenes Glas

Sie sind ja eigentlich momentan wieder überall zu sehen und voll im Trend, die mundgeblasenen Gläser von Leuchten. Mit farbigen oder klaren Gläsern oder solche mit opalem Glas oder gar mit einer Spiegelschicht.

Was hat es mit diesen mundgeblasenen Gläsern auf sich?
Heute sind wir im täglichen Gebrauch eigentlich eher Industrieglas gewohnt. Klar, ohne Blaseneinschlüsse, jede Form entspricht exakt der anderen, jeder Rand ist gleich dick. Die Fenstergläser sind selbstverständlich plan und verzerren die Durchsicht nicht durch „Wellen“ in der Oberfläche.

Doch diese Gläser gibt es erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Bis dorthin war es normal, das die Gläser alle etwas von einander abweichen konnten und besonders eine gleichmäßige Dicke der Gläser konnte nicht hundertprozentig gewährleistet werden.
Auch fanden sich immer mal wieder kleine Lufteinschlüsse in den Gläsern. Ein Zeichen dafür, dass die Gläser mundgeblasen sind.

Folgen Sie mir und der Firma Vistosi durch die Welt der Herstellung von mundgeblasenen Gläsern.

Man meint im Donna Leon Krimi „Wie durch ein dunkles Glas“ zu sein, in der Glasfabrik auf Murano, wenn man sich die Beiträge der Firma Vistosi zur Herstellung ihrer Leuchtengläser ansieht.
Schwerstarbeit ist es und es verlangt viel handwerkliches Können, diese Gläser so herzustellen.

Ehemals auch auf Murano ansässig befindet sich die Firma Vistosi, die seit 500 Jahren sich mit der Glasherstellung befaßt, heute auf dem Festland – im Dunstkreis von Venedig und anderen Herstellern wie Studio Italia Design und Foscarini.

Schauen Sie einfach mal rein und dann werden Sie Ihr mundgeblasenes Glas sicherlich noch mehr schätzen.

Und falls Sie vielleicht einen Lufteinschluß finden: Daran können Sie auch heute noch erkennen, dass Sie ein Qualitätsprodukt in der Hand haben.

Packt Sie auch manchmal das Fernweh?

Ja, obwohl es bei uns schön warm wird, der Garten und Balkon perfekt ist, da schlägt es doch manchmal zu: Das Fernweh, die Lust wieder einmal einzutauchen in eine andere Stadt, eine andere Kultur.

A Ca Foscarini, 70×100, Collage, Acryl, Mischtechnik Foto: Annelie Scherschel

Ich weiß nicht, wo Ihre Gedanken dann hinschweifen, meine landen immer öfter in Venedig. Ich war vor über dreißig Jahren zweimal dort, immer nur kurz; und dann vor vier Jahren Ende Oktober für eine Woche.
Ja, und seit dem ist es um mich geschehen. Diese Stadt hat auch mich, wie so viele vorher, in den Bann gezogen. Schon bei der ersten Fahrt über den Canale Grande – vom Busbahnhof hin nach dem Stadtteil Dorsoduro – als ich die Licht und Farbenspiele im Wasser sah, da konnte ich jeden Maler, Schriftsteller verstehen. Es ist ein Glitzern, ein Flirren in tausend Farben, das sich über dem Wasser ausbreitet, sich mit jedem Augenblick wieder ändert und neue Bilder entstehen lässt.

Rio di San Marcuola, 70x100cm, Collage, Acryl, Mischtechnik auf Leinwand Foto: Annelie Scherschel

Und dann gibt es neben diesem verzaubernden Venedig, das Venedig der Touristen. Zu dem wir ja auch gehören. Und es ist ein Wechselspiel von Gefühlen, soll man diese Stadt weiter bereisen und damit den Zustrom von Touristen fördern oder Wegbleiben und in Erinnerungen schwelgen?

San Marco und Napoleon, Collage, Mischtechnik auf Leinwand Foto: Annelie Scherschel

Wird es diese Stadt schaffen, sich gegen den Massentourismus auszusprechen und die Stadt wieder ihren Bürgern als Lebensraum zur Verfügung zu stellen? Die Andenkenläden wieder in kleine panifici und alimentari umzuwandeln? Dafür ist es wahrscheinlich schon zu spät. Zu hoffen ist es, dass diese Stadt, die schon über hundert Jahre eine Sterbende ist,  doch überlebt.

Für alle, die auch ähnliche Erinnerung haben und sie wieder vielleicht wieder auffrischen mögen ohne gleich dort hinfahren zu müssen: Es gibt ein wunderbares Buch, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen habe. Ulrich Tukur, Die Seerose im Speisesaal. Es sind zauberhafte, aber auch traurige Geschichten über Venedig.

Oder Sie besuchen mal wieder die Stadtbibliothek Neunkirchen im KULT. Momentan sind dort noch meine Sichtweisen auf Venedig sehen. Dort hängen meine Bilder. Und einige, kleine sind auch bei mir im Laden zu sehen.

Stadtbibliothek Neunkirchen, KULT Foto: Annelie Scherschel

Mit diesen Gedanken an eine wunderbare Stadt wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende, genießen Sie Ihre Zeit.

Annelie Scherschel-Freudenberger

Die neue von Foscarini: Satellight

Fosarini hat im letzten Jahr eine interessante neue Leuchte herausgebracht: Satellight. In einer Glashaube scheint oben ein opalte Lichtball zu schweben. Dimmbares LED-Licht im Farbton 3000K gibt gleichmäßiges Licht in den Raum.

Foscarini, Satellight, Pendelleuchte Foto: Foscarini

Es gibt sie als Tischleuchte und als Pendelleuchte. Und die Pendelleuchte, die von
den Maßen etwas gedrungener ist wie die Tischleuchte,  gibt mit 2500lm viel Licht ab, so dass  man mit einer Leuchte sehr gut einen „normalen“ Eßtisch ausgeleuchtet bekommt.

 

Apropos Akku-Leuchten: Dazu nächste Woche mehr.

Ich wünsche allen ein schönes erstes Januar-Wochenende und einen guten Anfang nächste Woche.

Demnächst: Grazie altrettanto

Meine nächste Ausstellung ist ab dem 23. April im Rathaus Riegelsberg zu sehen.

Grazie altrettanto

Vernissage

Sonntag, den 23. April. 2017, 18 Uhr.

Es wird die Fortsetzung meiner letzten, erfolgreichen Ausstellung im Herbst, die unter dem Thema „Hauptsache Italien“ stand.

Besonders freue ich mich, dass die musikalische Umrahmung Nino Deda übernommen hat.

Bergdorf mit Pforte, Acryl auf Leinwand, Collage, 80x100cm, 2017, Foto: Annelie Scherschel

Öl oder Acryl – Hauptsache Italien

Hier ein Einblick in die jetzige Ausstellung in der Galerie des Künstlerkreises Neunkirchen, ehemalige Metzgerei Merscher. 


Donnerstagabend ist bis zum 10. November immer von halb sieben bis acht Uhr geöffnet. 

Am Donnerstag, den 27. Oktober wird Dr. Sabine Graf aus ihren Buch Mangelerscheinungen lesen. Um halb acht geht es los.