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KunstLicht HighLights in 2018

Es war ein intensives Jahr! Ich konnte, Dank Ihnen, viele schöne Projekte planen und umsetzen. Auf den Festen bei Wern’s Mühle und dem Guck- und Mitmachfest der Tanzwerkstatt Susanne Sprung kamen viele zu mir an den Stand und erkundigten sich nach den neusten Trends im Bereich Licht-Design – und LED-Technik.

Im Schweinstall beim Leinblütenfest Werns Mühle, DNA von next home collection, Design: Büro für Form, Constantin Wortmann, Foto: Annelie Scherschel
Studio Italia Design, Random, Foto: Annelie Scherschel

Ein besonderer Höhepunkt für mich war in diesem Jahr die Teilnahme an der Gartenausstellung vom Blumenhaus Wein in Saarlouis. Es ist für mich eine große Ehre die wunderbare Gartengestaltung von Franz-Josef Wein mit Leuchten ergänzen zu dürfen.

Gartenausstellung Blumenhaus Wein, Foto: Annelie Scherschel
Gartenausstellung Blumenhaus Wein, Foto: Annelie Scherschel

Schön ist es auch immer der Stadtbibliothek bei Lesungen mit Licht, sprich mit Leuchten, helfend unter die Arme greifen zu können. So zuletzt so bei der Lesung von Reinhard Klimmt zu seinem neusten Buch „Minirock und Literbombe“. Die geniale kabellose Leuchte Roxxane setzt dann immer problemlos Leser und Buch ins richtige Licht.

Reinhard Klimmt bei der Lesung im KULT. mit Roxxane leggera von nimbus,
Foto: Annelie Scherschel

Und das nächste Jahr blinzelt auch schon: Im Januar steht die Möbelmesse in Köln an und im April dann die Euroluce in Mailand. Ich bin gespannt, was es da für Neuheiten geben wird.
Für das nächste Jahr wünsche ich uns allen viel Gesundheit, viel Glück und falls es bei Ihnen noch am richtigen Licht fehlt: Ich bin ab dem 2. Januar wieder für Sie da.

Packt Sie auch manchmal das Fernweh?

Ja, obwohl es bei uns schön warm wird, der Garten und Balkon perfekt ist, da schlägt es doch manchmal zu: Das Fernweh, die Lust wieder einmal einzutauchen in eine andere Stadt, eine andere Kultur.

A Ca Foscarini, 70×100, Collage, Acryl, Mischtechnik Foto: Annelie Scherschel

Ich weiß nicht, wo Ihre Gedanken dann hinschweifen, meine landen immer öfter in Venedig. Ich war vor über dreißig Jahren zweimal dort, immer nur kurz; und dann vor vier Jahren Ende Oktober für eine Woche.
Ja, und seit dem ist es um mich geschehen. Diese Stadt hat auch mich, wie so viele vorher, in den Bann gezogen. Schon bei der ersten Fahrt über den Canale Grande – vom Busbahnhof hin nach dem Stadtteil Dorsoduro – als ich die Licht und Farbenspiele im Wasser sah, da konnte ich jeden Maler, Schriftsteller verstehen. Es ist ein Glitzern, ein Flirren in tausend Farben, das sich über dem Wasser ausbreitet, sich mit jedem Augenblick wieder ändert und neue Bilder entstehen lässt.

Rio di San Marcuola, 70x100cm, Collage, Acryl, Mischtechnik auf Leinwand Foto: Annelie Scherschel

Und dann gibt es neben diesem verzaubernden Venedig, das Venedig der Touristen. Zu dem wir ja auch gehören. Und es ist ein Wechselspiel von Gefühlen, soll man diese Stadt weiter bereisen und damit den Zustrom von Touristen fördern oder Wegbleiben und in Erinnerungen schwelgen?

San Marco und Napoleon, Collage, Mischtechnik auf Leinwand Foto: Annelie Scherschel

Wird es diese Stadt schaffen, sich gegen den Massentourismus auszusprechen und die Stadt wieder ihren Bürgern als Lebensraum zur Verfügung zu stellen? Die Andenkenläden wieder in kleine panifici und alimentari umzuwandeln? Dafür ist es wahrscheinlich schon zu spät. Zu hoffen ist es, dass diese Stadt, die schon über hundert Jahre eine Sterbende ist,  doch überlebt.

Für alle, die auch ähnliche Erinnerung haben und sie wieder vielleicht wieder auffrischen mögen ohne gleich dort hinfahren zu müssen: Es gibt ein wunderbares Buch, das ich vor einiger Zeit geschenkt bekommen habe. Ulrich Tukur, Die Seerose im Speisesaal. Es sind zauberhafte, aber auch traurige Geschichten über Venedig.

Oder Sie besuchen mal wieder die Stadtbibliothek Neunkirchen im KULT. Momentan sind dort noch meine Sichtweisen auf Venedig sehen. Dort hängen meine Bilder. Und einige, kleine sind auch bei mir im Laden zu sehen.

Stadtbibliothek Neunkirchen, KULT Foto: Annelie Scherschel

Mit diesen Gedanken an eine wunderbare Stadt wünsche Ihnen ein sonniges Wochenende, genießen Sie Ihre Zeit.

Annelie Scherschel-Freudenberger